Wagniskapitalisten setzen auf verstoßene Start-ups

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Start-ups, die irgendwann während der letzten Krise von größeren Haien geschluckt wurden und nun ein oftmals trübseliges Dasein fristen, sollen wieder Schwung bekommen.

Start-ups, die irgendwann während der letzten Krise von größeren Haien geschluckt wurden und nun ein oftmals trübseliges Dasein fristen, sollen wieder Schwung bekommen. Die Wagniskapitalfirma Garnett & Helfrich Capital hat für den Rückkauf und Anschub von Hunderten kleiner Technikfirmen 250 Millionen Dollar zusammengetragen.
Mit diesem Betrag wollen die Wagniskapitalisten die Verbindungen lösen, die überhastet in den Hoch-Zeiten des Kaufrauschs in den 90er Jahren geschlossen worden waren und zu keinem einzigen so genannten Synergieeffekt geführt hatten – außer vielleicht einer kurzen, künstlichen Bewegung der Aktienkurse. Wie die New York Times meldet, nennt Mitgründer Terry Garnett die Zielgruppe gar “die Waisen und Verstoßenen des IT-Hype”. Und er will sie wieder mit ihren ursprünglichen Gründern zusammenbringen.

Das ist ein Konzept, das seiner Meinung nach die Erfolgsgarantie für diesen Ansatz ist. Schließlich, so sagte er, habe er im Laufe der letzten zehn Jahre viele ehemalige Firmengründer klagen gehört, sie hätten ihre Firma und ihre Idee zwar gut verkauft. Doch nun sei die Firma nicht mehr aktiv und sichtbar und sie wollten gern einen zweiten Versuch damit wagen. Auch andere Venture Capitalists hätten sich mittlerweile auf so genannte Technology Buy-outs spezialisiert, also auf den ‘Freikauf’ von einst übernommenen, aber strukturell und vom Geschäftsmodell her noch intakten Kleinstfirmen. Damit, so Marktkenner, sei eine lange erkannte Nische im Markt der Investmentbanker endlich ernsthaft geschlossen.