“Fibre Channel wird nicht von iSCSI abgelöst”

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Gerade Speicherumgebungen mit 5 oder mehr TByte könnten auf FC nicht verzichten.

Die Fibre-Channel-Technik (FC), eingesetzt in dedizierten Speichernetzen, kurz SANs, steht nach Meinung des Marktforschungsunternehmens CIR (Communication Industries Research) und entgegen anders lautenden Ansichten nicht kurz vor der Ablösung durch die Ethernet-basierte Technologie iSCSI. Im Gegenteil.
2008 soll das Transportprotokoll eine Umsatzstärke von 1,8 Milliarden Dollar erreichen, weil die Komponenten immer häufiger in einem SAN gebündelt würden, was derzeit rein über FC verbunden wird. Gerade Speicherumgebungen mit 5 oder mehr TByte könnten auf FC nicht verzichten. “Die Technik ist Block-basierend und kann schneller größere Datenmengen verschieben”, so die Analysten. Kleinere Umgebungen dagegen mit NAS-Installationen (Network Attached Storage) könnten auf lange Sicht mit iSCSI besser bedient sein. Es sei einfacher, eine NAS-Lösung an Ethernet-Storage zu koppeln als an Fibre Channel, weil man so die bestehende LAN-Infrastruktur nutzen könne. Allerdings ist das nicht unbedingt die herrschende Meinung unter den Netzwerkbeobachtern.

Mit einer definierten FC-Roadmap von derzeit 2 GBit/s auf 8 GBit/s und voller Rückwärtskompatibilität stehe FC sehr gut dagegen die 10 GBit/s-Übertragungsgeschwindigkeit von Ethernet und dem jüngst ratifizierten Standard iSCSI, so CIR. Und immer noch könnten FC-Verfechter mit Recht argumentieren, ihr System laufe stabil. In der Tat zögern Anwender von FC auf Ethernet umzustellen, obwohl es auf längere Sicht die kostengünstigere Variante wäre. FC hat in den letzten Jahren bewiesen, dass es große SANs zuverlässig bedient. Kunden, die über ein SAN nachdenken, werden das sicher auch in Zukunft ins Kalkül ziehen.