Heidelberger Druckmaschinen lagert IT-Teile aus

Management

Es gibt sie noch, die großen Outsourcing-Projekte.

Es gibt sie noch, die großen Outsourcing-Projekte: Nach dem Disaster, das Daimler und HP miteinander erlebt hatten, wagt sich nun der Industriekonzern Heidelberger Druckmaschinen an die Auslagerungsmethode. HP Services soll einen Teil der IT-Arbeiten in Zukunft übernehmen, gibt der IT-Konzern bekannt.
Die auf fünf Jahre angelegte Zusammenarbeit ist 30 Millionen Euro wert und besteht darin, dass ab Juni 2004 der Outsourcing-Partner den weltweiten Basisbetrieb der SAP-Infrastruktur übernimmt. Insgesamt sind etwa 7000 Heidelberg-Anwender mit dem SAP-System vertraut. Im Rahmen des Abkommens werden Mitarbeiter in ungenannter Zahl von Heidelberger zu HP wechseln.

Technisch gesehen sollen die SAP-Systeme aus den drei Rechenzentren, die der Druckmaschinenhersteller bislang betrieben hat, künftig in HPs Rechenzentrum in Böblingen zentralisiert werden. Zentralisierung der Infrastruktur kann derzeit unter den CIOs als Trend betrachtet werden. Doch HP will weiter gehen: Um die SAP-Infrastruktur effizienter zu betreiben, sollen außerdem die Hardware-Plattformen konsolidiert und die Prozesse optimiert werden. Geld sparen heißt die Devise, Heidelbergers Finanzchef rechnet sich dabei große Sparsummen aus.

“Eine Säule der IT-Strategie von Heidelberg ist die globale Konsolidierung und Standardisierung der IT-Systeme/-Services und deren wirtschaftliche Bereitstellung. Die Zusammenarbeit mit HP war bisher sehr erfolgreich. Durch diesen neuen Schritt mit HP auf dem Gebiet der IT verbessert Heidelberg seine SAP-Services, globalisiert und standardisiert diese Services bei gleichzeitiger Reduktion der Kosten in Höhe von zirka 30 Prozent”, so Dr. Herbert Meyer, Finanzvorstand der Heidelberger Druckmaschinen.