Motorola steht auf IBM-Blades

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Mit einem riesigen Produktbündel will der Handyhersteller Motorola seine Geschäftskunden neu locken.

Mit einem riesigen Produktbündel will der Handyhersteller Motorola seine Geschäftskunden neu locken. Sie sollen im Rahmen des Programms ‘Application Enabling Platform’ auch IBMs BladeCenter, BladeCenter T und die xSeries Rack-Server erwerben. Die neue Kooperation der beiden US-Giganten aus Mobilfunk und IT-Gesamtausstattung soll das langsam wieder spannender werdende TK-Geschäft von den Rivalen Hewlett-Packard und Sun Microsystems abziehen.
Wie Motorola und IBM mitteilen, wird diese Vereinbarung aber keine Einbahnstrasse sein: IBM will den hauseigenen Middleware-Standard von Motorola in neue Produktentwicklungen einbeziehen. ‘Service Availability Forum Application Interface Specification’ werde in einer neuen IBM-Produktreihe für den TK-Bereich eingebaut, die unter dem Namen ‘eServer Integrated Platform for Telecommunications’ auf den Markt kommt und bereits seit Mitte der Woche in den USA erhältlich ist.

Die Produkte der Blade-Baureihe, die nun auch von Motorola vertrieben werden, richten sich den Aussagen der Firmen zufolge nicht nur an den TK-Bereich. Sie seien, so ein IBM-Sprecher, auch für Geschäftskunden aus Regierung, Militär und Raumfahrt geeignet und mit wenigen “Handgriffen” anpassbar. IBM jedoch hat sich für dieses Jahr noch weitere Angebote im TK-Feld vorgenommen. Im August sollen weitere Hardware-Bausteine kommen, die sich speziell an Service-Provider aller Größen richten sollen. Dazu gehört der Server xSeries 343.

Für die Analysten ist diese Kooperation keine Überraschung. Sie fällt mit einer wachsenden Begeisterung der Anwender in den Datenzentren für Blades zusammen. Sie sehen die schmalen Bausteine als Platz- und Energiesparer bei gleicher oder gar besserer Leistung. Die Verkaufszahlen dürften daher noch etwas in die Höhe schießen, sagen Analysten der Marktforschung IDC. Aus der anderen Richtung macht die Kooperation auch Sinn, heißt es, da sich für Motorola neue Geschäftsfelder eröffnen. Für IBM stellt der Schritt nur einen kleinen Sprung in das TK-Umfeld dar, dem noch weitere folgen sollen.