Seagate feuert 2900 Mitarbeiter

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Der immer härter werdende Preiskampf bringt den weltgrößten Festplattenhersteller Seagate in Schwierigkeiten.

Der immer härter werdende Preiskampf bringt den weltgrößten Festplattenhersteller Seagate in Schwierigkeiten. Wie das US-Unternehmen ankündigte, sollen die jährlichen operativen Kosten um 150 Millionen Dollar gekürzt werden. Das trifft vor allem die Beschäftigten hart – weltweit werden 2900 Stellen gestrichen. Bei derzeit 42.000 Angestellten entspricht das sieben Prozent der Belegschaft.
Das Unternehmen will möglichst viele Beschäftigte in Frührente schicken, sagten Seagate-Verantwortliche bei einer Telefonkonferenz. Alle weiteren erhielten die übliche Abfindung. Für Experten kommt die Ankündigung nicht überraschend. Der Markt für Diskettenlaufwerke stecke zwischen Schleuderpreisen und überzogenen Gewinnerwartungen fest, so ein Report von Credit Suisse First Boston.

Nach Angaben von Seagate ist Juni ein besonders kritischer Monat. Er bringt üblicherweise die Hälfte aller Festplattenverkäufe des zweiten Quartals. Für diesen Juni erwartet der Speicherspezialist jedoch einen deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen. Die Kostenkürzungen “werden die aktuellen Produkteinführungen nicht betreffen und größtenteils Ende dieses Jahres durchgeführt”, hieß es. Das Unternehmen wird in den kommenden Wochen voraussichtlich eine Reihe von Produkten ankündigen, sowohl für etablierte als auch für junge Speichermärkte.