Wegfahrsperre fürs Handy soll weg

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Wegen umstrittener Geschäftspraktiken muss sich T-Mobile in den USA vor Gericht verantworten.

Wegen umstrittener Geschäftspraktiken muss sich T-Mobile in den USA vor Gericht verantworten. Die US-Verbraucherschutzorganisation ‘The Foundation of Taxpayer & Consumer Rights’ (FTCR) hat den Konzern gemeinsam mit AT&T Wireless und Cingular Wireless verklagt. Stein des Anstoßes ist das sogenannte Simlock-Verfahren.
Durch diese Funktion sind Mobiltelefone für den Gebrauch von Simkarten anderer Anbieter gesperrt, auch wenn die gleiche Übertragungstechnik genutzt wird. Den Kunden werde so ein Anbieterwechsel rechtswidrig erschwert, argumentiert die FTCR. “Wenn sich die gleiche Telefonnummer bei verschiedenen Carriern nutzen lässt, sollte dies auch für das gleiche Telefon gelten”, sagte Jordan Lurie von der Anwaltskanzlei Weiss & Yourmann, die die FTCR vertritt.

Doch das Simlock-Verfahren schützt die Provider seit Jahren zuverlässig vor einem Wechsel der Kunden zu Konkurrenzanbietern. Angesichts von Regelungen, die es den Kunden ermöglichen ihre Handynummer zu einem anderen Anbieter mitzunehmen, werde das Verfahren eher noch an Bedeutung gewinnen, schätzen Analysten.

Die Provider verteidigen sich und sagen es gebe eine Reihe technischer Gründe, die es rechtfertigen den Handy-Gebrauch auf nur ein Netzwerk zu beschränken. Dennoch haben sie ihre Praktiken im Laufe der Jahre gelockert. So heben einige die Sperre inzwischen auf, wenn ein Kunde dies beantragt, weil er den Anbieter wechseln möchte.