Microsoft-Gründer erobert den Weltraum

Management

Stille Wasser sind oft tief und träumen manchmal von den Sternen.

Stille Wasser sind oft tief und träumen manchmal von den Sternen. So auch der Mitbegründer von Microsoft, Paul Allen. Er hat nicht nur ein Flugzeug mitentwickelt, das den ersten privaten Raumflug der Geschichte leisten soll, sondern wird zudem noch in dieser Woche die Pforten seines Science-Fiction-Museums in Seattle öffnen.
Allen hat rund 20 Millionen Dollar in das Museum investiert. Ausgestellt wird unter anderem der Original-Stuhl von Captain Kirk aus der Star-Trek-Serie der 60er. Dabei ist auch das Modell des Raumschiffes aus dem Film “Der Tag, an dem die Erde still stand”. Museumsdirektor ist Donna Shirley, die das Mars-Programm bei der NASA leitete.

Neben anderen Exponaten aus verschiedenen Science-Fiction-Serien zeigt Allen noch Erstausgaben von Klassikern der Weltraum-Literatur. Für Allen repräsentiert, reflektiert und kommentiert das Genre Science Fiction alle Hoffnungen, Träume und Ängste der Menschen. Er hofft, dass ein Museumsbesuch  zu kritischen Gedanken über Kultur und Gesellschaft anregt.

In einem anderen Projekt, das Allen ins Leben gerufen hat, soll der erste private bemannte Raumflug der Geschichte geschafft werden. Mit dem SpaceShipOne, an dem auch die Ingenieurslegende Burt Rutan mitbaut, soll ein noch nicht genannter Astronaut in eine Höhe von 100 Kilometern aufsteigen. In Testflügen auf die Höhe von 60 Kilometern sei es allerdings zu Problemen gekommen, hieß es.

Dieses Projekt könnte den Ansari X Preis einheimsen. Der wurde von Visionären begründet, die mit einem Preisgeld von 10 Millionen Dollar die private Raumfahrt fördern wollen. Derzeit sind 27 Teams aus aller Welt angemeldet, die fieberhaft daran arbeiten, einen Menschen in das Weltall und lebendig wieder zurück zu befördern.