Französische Behörden setzten auf Open Source

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Ungeachtet des Münchner Teilrückzugs wegen möglicher Gefahren, die von Softwarepatenten in Sachen Linux ausgehen.

Ungeachtet des Münchner Teilrückzugs wegen möglicher Gefahren, die von Softwarepatenten in Sachen Linux ausgehen, setzt jetzt das französische Wirtschafts- und Finanzministerium auf Open Source. Die Generalinspektion für Steuern und die Abteilung für das öffentliche Rechnungswesen sollen jetzt mit dem Applikations-Server JBoss ausgerüstet werden. Den Service für den Server wird das französische Systemhaus Atos Origin für mindestens drei Jahre übernehmen.
Direction Generale des Imports (DGI) und Direction Generale de la Comptabilite Publique (DGCP) kommen innerhalb des Superministeriums wichtige Schlüsselpositionen zu. Die Entscheidung für die Migration hatte das Ministerium im Rahmen des Programms COPERNIC getroffen. Damit soll das gesamte Steuersystem des Landes auf eine neue IT-Infrastruktur migriert werden.

“Während des Umstellungsprozesses haben wir eine sehr genaue Evaluation durchgeführt “, erklärte Jean-Marie Lapeyre, Technischer Direktor bei COPERNIC. “Die JBoss-Applikations-Server wurden wegen ihrer Interoperabilität mit der bestehenden Infrastruktur und der einfachen Wartung ausgewählt.” Darüber hinaus habe das Programm alle juristischen Voraussetzungen erfüllen können. Die öffentliche Verwaltung in Frankreich verfolgt sehr engagiert den Einsatz von Open-Source-Programmen. So hat etwa die Polizei OpenOffice eingeführt und die Stadt Paris erwägt die Umstellung der Verwaltung auf ein quelloffenes Betriebssystem.