LiMux darf nicht sterben – Münchner SPD macht weiter

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Bei der Aussetzung der Ausschreibung für die Linux-Migration in München, der größten in der Geschichte, warnen jetzt die Stadtväter vor falscher Panikmache.

Bei der Aussetzung der Ausschreibung für die Linux-Migration in München, der größten in der Geschichte, warnen jetzt die Stadtväter vor falscher Panikmache. Die SPD-Fraktion im Münchner Rathaus halte auf jeden Fall an der Umstellung fest. Die “permanente Prüfung rechtlicher und finanzieller Risiken ist eine Selbstverständlichkeit”, teilte Stadtrat Christian Amlong mit.
Das Mitglied der städtischen IT-Kommission und SPD-Vizesprecher für Verwaltungs- und Personalangelegenheiten, teilte mit, dass gerade bei Projekten der Größenordnung von ‘LiMux’ eine solche Prüfung selbstverständliche Praxis sei, gerade wegen der “personellen, organisatorischen und technologischen Reichweite”.

“Aufgeschoben ist nicht aufgehoben”, teilte der Stadtrat mit. “Sowohl Grüne und jetzt auch CSU scheinen mir doch stark zu übertreiben, wenn sie einem ‘unkalkulierbaren Risiko’ oder einer ‘Erhöhung der Kosten in nicht abschätzbarem Ausmaß’ das Wort reden”, sagt der SPD-Politker. Man sollte die Kirche wirklich im Dorf lassen, fordert er die Diskussionsteilnehmer auf, er drängt jedoch seine Parteikollegen im Justizministerium sich jetzt “mit aller Kraft” gegen die Softwarepatent-Richtlinie im Europarat zu stemmen. Er sieht das Problem global, denn die möglichen Auswirkungen seien nicht allein ein Münchner Problem. Vom Privatanwender bis zum Weltkonzern seien alle von den negativen Auswirkungen der Softwarepatente betroffen, so Amlong.