SAPerlot! – 3000 neue Stellen im Software-Konzern

Management

Das Walldorfer Software-Unternehmen SAP will dieses Jahr 3000 neue Stellen schaffen, 600 davon in Deutschland.

Das Walldorfer Software-Unternehmen SAP will dieses Jahr 3000 neue Stellen schaffen, 600 davon in Deutschland. Eine gute Nachricht, die wohl vor allem auf ein erfolgreich abgelaufenes Geschäftsjahr zurückzuführen ist.
“2004 war ein herausragendes Jahr für SAP. Wir haben unsere selbst gesteckten Ziele erreicht”, sagte SAP-Chef Henning Kagermann. Deshalb könne man im kommenden Jahr auch wieder mehr investieren. Der Konzern solle wachsen, die Rentabilität komme erst an zweiter Stelle. Die Strategie sieht vor, mehr in neue Produkte zu investieren. Dafür werden auch mehr Leute gebraucht.

Während also der große Konkurrent Oracle Arbeitsplätze abbauen muss, wirft sich SAP in die Fluten. Man wolle “selektiv akquirieren” so Kagermann – es klingt wie eine Schelte gegen Ellison. Der SAP-Vorstandschef geht dennoch davon aus, dass sich der Konsolidierungsprozess in der Software-Branche weiter fortsetzen wird. Künftig werde es nur noch wenige große und viele kleine Unternehmen geben. Ähnlich große Fusionen wie jüngst zwischen Oracle und Peoplesoft seien aber nicht zu erwarten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte das nach Microsoft und Oracle weltweit drittgrößte Softwarehaus den Gewinn um 22 Prozent zum Vorjahr auf 1,3 Milliarden Euro ausgebaut. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 2,1 Milliarden nach 1,7 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2003. Der Lizenzumsatz kletterte um zehn Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, und die Gesamterlöse erhöhten sich um sieben Prozent auf 7,5 Milliarden Euro.