Australische Open-Source Gemeinde in Not

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In Australien ist ein heißer Streit um den Markennamen ‘Linux’ ausgebrochen.

In Australien ist ein heißer Streit um den Markennamen ‘Linux’ ausgebrochen – jetzt hat die dortige Open-Source-Gemeinde Linux-Vater Linus Torvalds selbst um Hilfe angerufen. So hofft man die IP Australia, die Behörde für geistiges Eigentum, vom Recht auf den Namen überzeugen zu können.
Linux Australia benutzt seit Mitte der 90er Jahre den Namen und vereinigt alle Open-Source-Entwickler des Landes rund um die Linux-Plattform. Allerdings wurde Linux Australia nie als Markenname eingetragen. Gegen Ende vergangenen Jahres erschien jedoch eine Firma aus Süd-Australien auf dem Plan, die ihre Ansprüche auf den Namen Linux Australia geltend machte. “Linux Australia ist in der Open-Source-Gemeinde weithin bekannt als Nonprofit-Organisation der Linux-Gemeinde als Ganzes. Wenn ein Unternehmen diesen Namen nutzt, würde das nur Verwirrung stiften”, argumentiert Anwalt Jeremy Malcom gegenüber US-Medien. Er vertritt die Open-Source-Organisation.

Kurz nachdem das südaustralische Unternehmen seinen Markenrechts-Antrag bei der IP Australia eingereicht hatte, zog die Open-Source-Vereinigung mit einem eigenen Antrag nach. Er wurde jedoch von der IP Australia in Frage gestellt, der Organisation scheine die Unterstützung von Torvalds zu fehlen, hieß es. Es folgte der Hilferuf in Richtung USA. Noch gibt es kein offizielles Statement des Linux-Vaters, aber Experten gehen davon aus, dass die südaustralische Firma wenig Chance auf das Markenrecht für den Namen Linux Australia hat.