CEOs werden für die Vernichtung von Arbeitsplätzen belohnt

Management

In vielen US-Unternehmen, fließt das Geld, dass durch Outsourcing eingespart wird, offenbar direkt in die Taschen der Manager.

In vielen US-Unternehmen, fließt das Geld, dass durch Outsourcing eingespart wird, offenbar direkt in die Taschen der Manager. Das zumindest ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie zweier Expertenkommissionen vom ‘Institute for Policy Studies’ und von der Organisation ‘United for a Fair Economy’. Demnach kletterten die Gehälter der CEOs besonders Outsourcing-freudiger Firmen im vergangenen Jahr um 46 Prozent – das sind 28 Prozent mehr als die durchschnittliche CEO-Gehaltserhöhung.
Dank der hohen Rentabilität werde sich der Trend zum Outsourcing nicht mehr aufhalten lassen, heißt es in dem Bericht. “Die Tatsache aber, dass führende Outsourcer mehr Geld bekommen als durchschnittliche CEOs zeigt einmal mehr, wie pervers ein System ist, in dem Manager für Entscheidungen belohnt werde, die zwar gut für die Bilanz aber schlecht für Arbeiter und Gemeinden sind.” Nach Angaben der Experten ging es in den vergangenen drei Jahren vor allem Jobs rund um die Software-Entwicklung an den Kragen.

Wie die Experten weiter schreiben, bekamen die CEOs der Top-Outsourcer im vergangenen Jahr ein durchschnittliches Jahresgehalt von 10,5 Millionen Dollar, verglichen mit rund 8 Millionen Dollar, die laut BusinessWeek der durchschnittliche US-CEO verdient. Dort, wohin ein Großteil der Arbeit ausgelagert wird, verdienen die CEOs jedoch mit Abstand am wenigsten. So bringt es der Top-Verdiener unter den indischen CEOs nur auf das vergleichsweise kümmerliche Gehalt von rund einer Million Dollar.