CA-Aktionäre lassen den Managern ihren Bonus

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Weil die Börsenaufsicht noch über den Büchern des einstmals viertgrößten Softwareherstellers der Welt, Computer Associates, sitzt, wollen die Aktionäre ein Auge zudrücken.

Weil die Börsenaufsicht noch über den Büchern des einstmals viertgrößten Softwareherstellers der Welt, Computer Associates, sitzt, wollen die Aktionäre ein Auge zudrücken. Die Manager dürfen ihre Boni einstweilen behalten. Ein Angebot der Vorstände und Aufsichtsräte an die Aktionäre, die Prämien zu ihren Gunsten zurückzufordern, haben die Aktionäre jetzt mit 76 Prozent der Stimmen abgelehnt.
“Dieses Board ist zu Ihrem Schutz hier”, so formulierte Director Jay Lorsch das Angebot der Board-Mitglieder an die Aktionäre. Der Vertreter eines Großaktionärs, Cornish Hitchcock, hatte den Vorschlag gemacht, zumindest den Managern, die wegen vermuteter Betrügereien aus ihren Posten bei CA entfernt worden waren, ihre Boni zu entziehen. Er sagt gegenüber dem Wall Street Journal, sein Vorschlag basiere auf der einfachen Ansicht, dass niemand etwas behalten dürfen sollte, was er nicht wirklich verdient habe.

Der zwischenzeitig eingestellte Interims-CEO Kenneth Cron sagte, die Entscheidung sei damit nur aufgeschoben. Wenn die Behörden ihre Untersuchungen abgeschlossen haben, werde das Thema noch einmal besprochen. Er will die Sorgen der Aktionäre ernst nehmen, die wegen fallender Kurse und hoher Abfindungs- und Prämienzahlungen besorgt seien. Ein neuer CEO soll hier Sicherheit in die Geschäfte bringen. Nach dem offiziell freiwilligen Weggang von Sanjay Kumar, dem nicht Falsches vorgeworfen wird, ist das Board auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger.