Microsoft bastelt Tool für Lizenzmanagement

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Microsoft will seinen Kunden mit einem neuen Software-Tool helfen, ihre Lizenzverwaltung besser in den Griff zu bekommen.

Microsoft will seinen Kunden mit einem neuen Software-Tool helfen, ihre Lizenzverwaltung besser in den Griff zu bekommen. ‘Customer Connection Center’ (C3) ist bereits in Großbritannien im Beta-Test. Im nächsten Monat soll die Software dann in den USA getestet werden. Anschließend will Microsoft das Web-Portal in Deutschland und Frankreich erproben. Im kommenden März werde der Dienst dann eingeführt, teilt Microsoft mit.
“Mit C3 können die Anwender auf das Web-basierte Tool klicken und ihren gesamten Lizenz-Bestand einsehen”, so John Lauer, Vice President für Microsofts Mid-Market-Solutions, in der US-Presse. Es sei wie eine Bankauskunft für Software-Lizenzen. Obwohl sich das Tool eigentlich an den Endkunden richtet, könnten auch die Channel-Partner profitieren. Mit der Software seien Unternehmen, die zuwenig Lizenzen haben, in der Lage, die für sie beste Lösung ausfindig zu machen.

“Der Vorteil für die Partner ist, dass ihr Verkaufszyklus beschleunigt wird, da Probleme im Vorfeld schon isoliert werden”, so Lauer weiter. Mit dem Portal wolle Microsoft aber keinesfalls Lizenzen erzwingen. Anwender hätten häufig den Wunsch geäußert, genauer über ihre Bestände informiert zu sein, deshalb werde das Tool jetzt entwickelt. Analysten raunen, dass Microsoft so vor allem die Unternehmen erreichen will, die zwar Berechtigungen erworben haben, diese aber nicht einsetzen. Solche ‘gelagerten’ Lizenzen erschweren in der Regel Verhandlungen bei Neuabschlüssen.

Ein vergleichbares Tool entwickelt Microsoft mit ‘DaVinci’. Hier können sich User über eingegebene Finanzdaten mit anderen Unternehmen in der Industrie vergleichen. Stellt das Unternehmen fest, dass es weniger Gewinn erwirtschaftet als vergleichbare Unternehmen, könne die Software eventuell helfen, das Problem zu analysieren, erklärt Microsoft. Zudem kann ein Anwender über DaVinci gegebenenfalls den richtigen Partner ausfindig machen. In Zukunft sollen beide Angebote zusammengeführt werden; ein Zeitplan liege aber noch nicht vor, heißt es vom Hersteller.