Nasa-Hacker in London gefasst

EnterpriseSicherheit

Dem arbeitslosen britischen Systemadministrator Gary McKinnon (39) droht nun die Auslieferung an die USA

Die Londoner Polizei hat den ‘Nasa-Hacker gefasst’. Dem arbeitslosen britischen Systemadministrator Gary McKinnon (39) droht nun die Auslieferung an die USA und dort eine langjährige Haftstrafe.

Der Computerhacker soll in zahlreiche US-Militär- und Nasa-Rechner eingedrungen sein. Die Staatsanwaltschaft in Virginia legt ihm zur Last, sich in den Jahren 2001 und 2002 Zugang zu insgesamt 53 US-Militärcomputern und Rechnern der US-Weltraumagentur Nasa in 14 verschiedenen Bundesstaaten verschafft zu haben. Eines der Netzwerke gehörte zum Pentagon. Die US-Regierung schätzt den entstandenen Schaden auf mehr als eine Million Dollar. Dafür und für andere Hackerangriffe war er bereits 2002 in den USA angeklagt und bis heute gesucht worden.

Es handle sich um den größten illegalen Zugriff auf Computerdaten in der US-Militärgeschichte, so der Nachrichtensender n-tv unter Berufung auf US-Anklagebehörden. Ob er die heruntergeladenen Daten an ausländische Regierungen oder Terrorgruppen weitergeleitet hat, dafür gebe es keinen Beweis.