Nutzungsentgelte für Telekom-Zugang gesenkt

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Die RegTP hat die Bedeutung des Breitbandmarktes Deutschland weiter anerkannt und die nutzungsabhängigen Entgelte, die an die Deutsche Telekom abgeführt werden müssen, gesenkt.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat die Bedeutung des Breitbandmarktes Deutschland weiter anerkannt und die nutzungsabhängigen Entgelte, die an die Deutsche Telekom abgeführt werden müssen, gesenkt. Der Verband der alternativen Carrier, VATM, attestiert der Entscheidung, dass sie die Preise für die entsprechende Zugangsleistung ‘ZISP’ (Zuführung zum ISP) in den Mittelpunkt stellt. Sie gelten als für den bundesweiten DSL-Wettbewerb ausschlaggebend in Bezug auf die weitere Entwicklung von Breitbandanschlüssen in Deutschland.
“Der Markt für breitbandige Dienstleistungen befindet sich nach wie vor im Aufbau und zeichnet sich durch hohe Wachstumsraten aus”, erklärte RegTP-Präsident Matthias Kurth. Er zählt ein Wachstum von 40 Prozent bei den Breitbandanschlüssen in den letzten zwei Jahren. Daher sei die Entscheidung “ein wichtiges Signal für den Ausbau und das Wachstum des Breitbandmarktes in Deutschland”.

Die DSL-Vorleistung ZISP ist derzeit laut VATM das für Internet Service Provider bedeutendste Zuführungsprodukt und seine Nutzung für alternative DSL-Angebote im Privatkundenmarkt unverzichtbar. “Diese Entscheidung ist ein Schritt in die richtige Richtung auf dem Weg zu mehr Wettbewerb. Um die Gesamtauswirkungen für die Wettbewerbsentwicklung abschätzen zu können, sind aber die teilweise erhöhten Einmalentgelte mit in die Bewertung einzubeziehen”, erklärt Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM. Um Deutschland führend im Breitband-Internet zu machen, benötige der Wettbewerb jedoch dringend weitergehende Impulse”, führt Jürgen Grützner aus. “Denn gemessen an der Penetrationsrate ist Deutschland mit rund 6 Millionen Breitbandanschlüssen allenfalls europäischer Durchschnitt.”

Über die Teilnehmeranschlussleitung werden mittlerweile fast eine Million DSL-Anschlüsse über bundesweite Netzbetreiber und City-Carrier realisiert, so der VATM. Die Stellung der Telekom von über 90 Prozent Marktanteil konnte bisher jedoch kaum abgebaut werden. “Von einem Durchbruch zu einer neuen Phase im Breitbandmarkt sind wir in diesem Jahr daher immer noch weit entfernt”, meint Jürgen Grützner, “zumal der Wettbewerb auf der Basis von Resale mit DSL-Anschlüssen erst langsam an Fahrt gewinnt.”