Sun droht Milliardenzahlung wegen Java

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Sun Microsystems hat in dem zwei Jahre alten Rechtsstreit mit dem Foto-Unternehmen Eastman Kodak eine Schlappe hinnehmen müssen.

Sun Microsystems hat in dem zwei Jahre alten Rechtsstreit mit dem Foto-Unternehmen Eastman Kodak eine Schlappe hinnehmen müssen. Ein Gericht unterstützte den Photokonzern und kam zu dem Entschluss, dass Sun mit Java ein Patent von Kodak verletzt habe. Der Fotohersteller fordert jetzt Schadenersatz in Höhe von über einer Milliarde Dollar. Das entspricht der Hälfte des Umsatzes, den Sun mit Servern und Storage in den Jahren zwischen 1998 und 2001 gemacht hat.
Das Patent, das Kodak 1997 zusammen mit den Wang Laboratories, einem Spezialisten für elektronische Bildverarbeitung, für 260 Millionen Dollar übernommen hatte, deckt eine Methode ab, mit der ein Programm “um Hilfe fragen” kann, wie das ja auch ähnlich bei Java der Fall sei.

Sun wehrt sich nun heftig gegen den Vorwurf. Zum einen verletzte Java nicht das Kodak-Patent, zum anderen sei das Patent ungültig. Sun werde sich nun, da es in dem Prozess um die Schadensersatzansprüche geht, verteidigen, erklärte das Computerunternehmen. Java ist zwar im Besitzt von Sun, wird aber zum größten Teil kostenfrei lizenziert. Veröffentlicht wurde die objektorientierte, Plattform-unabhängige Sprache 1995.

In den letzten Jahren hat der Foto- und Filmspezialist Kodak sehr stark die Digitalisierung der Fotografie vorangetrieben. “Kodak investiert in Technologie, um Qualitätsprodukte herstellen zu können”, hieß es in einer Stellungnahmen zu dem ersten Gerichtsbeschluss. Daher begrüße das Unternehmen die Entscheidung des Gerichtes, die Kodak dabei unterstützte diese Innovationen zu schützen.