Erster waschechter WiMax-Chip gesichtet

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WaveSat liefert jetzt den ersten Chip aus, der zu 100 Prozent den Spezifikationen des IEEE 802.16-2004-Standards entspricht.

WaveSat liefert jetzt den ersten Chip aus, der zu 100 Prozent den Spezifikationen des IEEE 802.16-2004-Standards entspricht. Der Chip für den kabellosen Breitbandstandard DM256 zirkuliert bereits in ersten Testexemplaren. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen ab dem zweiten Quartal 2005 erste Komponenten und Geräte verkauft werden.
“Der Chip übernimmt in der Funkübertragung sozusagen die Rolle eines Modems”, erklärte Francois Draper, Vice President Marketing. Hersteller werden den Chip mit einem MAC- (Media Access Control) und einem RF(Radio Frequency)-Prozessor kombinieren. Der Chip könne sowohl in Endgeräten wie auch in Basis-Stationen oder Sendern eingebaut werden, so Draper.

Mit der aktuellen Version des Chips wird zum Beispiel ein Heimanwender noch eine Antenne brauchen, um innerhalb eines Gebäudes Empfang zu haben. Die nächste Generation werde eine Antenne aber überflüssig machen. Mit der neuen Version werde WavSat auch dazu übergehen, in den Basisstationen FPGA-Chips (Field-Programmable Grid Arrays) zu verwenden. Diese könnten flexibler programmiert werden, als das jetzt bei den integrierten Schaltkreisen der Fall ist.

Ab 10.000 Stück kostet der Prozessor rund 35 Dollar und es gebe bereits Bestellungen von mehreren Duzend Systemherstellern. Die fertigen Komponenten könnten im nächsten Jahr zwischen 250 und 300 Dollar kosten. Der Hersteller vermutet, dass es bereits 2006 oder 2007 erste Geräte um 100 Dollar geben wird. Hohe Preise für Sender und Endgeräte gelten derzeit noch als eines der Haupthindernisse der neuen Technik. Wie WiMax-Ausrüster glauben, werden die vergleichsweise hohen Kosten schnell fallen, sobald die Technologie in großen Stückzahlen gefertigt wird.