Cisco sammelt Backups im Rechenzentrum

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Wer als IT-Manager Daten sowohl in Zweigstellen als auch in einem zentralen Rechenzentrum organisieren muss, der weiß, wie aufwändig das ist.

Wer als IT-Manager Daten sowohl in Zweigstellen als auch in einem zentralen Rechenzentrum organisieren muss, der weiß, wie aufwändig das ist. Beispielsweise wird das Backup in jeder Außenstelle separat abgewickelt. Mit der WAFS-Technologie (Wide Area File System) soll dieses Problem gelöst werden. Und noch mehr, wie Cisco mit seiner neuen File Engine Series beweisen will.
Die Baureihe besteht aus zwei Hardware-Teilen, der Edge File Engine und der Core File Engine. Erste platziert der Admin in die Zweigstelle, letzte ins Rechenzentrum. Mit einer entsprechenden Software kommunizieren die beiden Appliances miteinander und erreichen, dass Daten nur einmal an einem Ort gelagert sein müssen und jeder Mitarbeiter von jeder Stelle aus auf die Informationen zugreifen kann. Klassische File-Systeme wie NFS und CIFS schaffen das auch, müssen allerdings über das offene WAN und bei vielen Daten leidet die Geschwindigkeit.
Die Performance macht den Unterschied.

WAFS dagegen generiert einen einheitlichen Name Space für File- und auch Printdienste über das WAN. Dadurch kann der Datentransfer beschleunigt und auf eine LAN-ähnlichen Performance geschraubt werden. Man tut so als wäre das remote Datenzentrum lokal. Das hat mehrere Vorteile. Es erübrigt sich das lokale Backup in den einzelnen Zweigstellen, das heißt in der letzten Konsequenz, man braucht niemanden vor Ort, der die IT-Leitung übernimmt. Das alleine spart Kosten, die zusätzlich sinken, da lokale File- und Printserver entfallen.

Die verhältnismäßig neue Technik zu implementieren und auf den Markt zu bringen verdankt Cisco der Akquisition von Actona. Das Unternehmen kann mit seiner Lösung ActaStor die Übermittlung von CIFS und NFS über das WAN mit Hilfe von Caching und Kompressionsverfahren optimieren. Der Zukauf war Anfang August abgeschlossen worden.

Mit WAFS und der Möglichkeit geografisch verteilten Speicher zu zentralisieren, arbeiten bereits auch andere Firmen, die selbst aber zu klein sind, um sich selbstständig am Markt zu positionieren. Partnerschaft ist alles und so hat beispielsweise Tacit einen Deal mit IBM und Signiant kooperiert mit EMC.