WiFi-Alliance stoppt Verwirrung um 802.11n

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Die Industrievereinigung WiFi-Alliance hat jetzt dem wilden Vermarkten von Produkten eines Standards, den es noch gar nicht gibt, Einhalt geboten.

Im Markt für Wireless-Funk tritt wieder Ruhe ein. Die Industrievereinigung WiFi-Alliance hat jetzt dem wilden Vermarkten von Produkten eines Standards, den es noch gar nicht gibt, Einhalt geboten. Die Datenübertragungsrate 802.11n soll nicht mehr als Markenzeichen verwendet werden dürfen, bis der Standard ausgearbeitet und ratifiziert ist.
Wie die Alliance meldet, sollen die bisher veröffentlichten Produkte von Herstellern weltweit nicht mehr mit dem Siegel der ‘802.11n’-Fähigkeit vermarktet werden dürfen. “Es gibt derzeit überhaupt keine Produkte nach dem Standard der IEEE 802.11n und sie werden auch nicht erwartet, bevor zwei Jahre vergangen sind, also frühestens im November 2006”, meldet die Vereinigung. Damit wollen einige Hundert Hersteller in der WiFi-Alliance dafür sorgen, dass die Kunden “auch weiterhin ein positives Erlebnis” mit den WiFi-Umgebungen haben.

Eine Zertifizierung von Einzelprodukten, ohne dass vorher die Zertifizierung der Technik inklusive aller Kompatibilitäts- und Stabilitätstests vorliege, komme daher nicht in Frage. WiFi-Alliance-Managing-Director Frank Hanzlik erläutert: “Prä-Standard-Produkten wohnt immer ein gewisses Risiko für die ersten Technik-Anwender inne; deshalb werden wir 802.11n-Produkte nicht abschließend zertifizieren, solange der Standard von der IEEE noch nicht freigegeben ist.” Bei den Analysten stößt diese Vorgehensweise auf Zustimmung. Die Kunden seien verwirrt gewesen und sähen jetzt klar, sagt Gartner-Analyst Ken Dulaney.