Nanotechnologie: High-Tech-Waffen und nie mehr stinkende Füße

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In Kalifornien wagt sich jetzt ein Start-up in den noch jungen Markt für Nanotechnologie.

In Kalifornien wagt sich jetzt ein Start-up in den noch jungen Markt für Nanotechnologie. QuantumSphere hat einen Herstellungsprozess für kleine stabile Metallpartikel entwickelt, die aus nur einigen wenigen Atomen bestehen. Nanotech-Versionen von Aluminium oder Nickel können beispielsweise für schnellere Raketen, wirkungsvollere Bomben oder billigere Brennstoffzellen eingesetzt werden.
Munitionshersteller könnten mit Nano-Aluminium kleinere und leichtere Geschosse entwickeln, die schneller ein bewegliches Ziel erreichen. “Wenn man jemanden niederschießen kann, bevor er auf einen selbst zielt, ist das gut”, sagte QuantumSphere-Gründer Douglas Carpenter.

Nano-Nickel wiederum könnte Platin oder andere teure Elemente in Katalysatoren und Brennstoffzellen ersetzen. Auf dem wachsenden Markt für alternative Energien für Häuser oder Autos würde das billigere Wasserstoff-Brennzellen bedeuten. Einige japanische Unternehmen wollen die ersten Systeme für Häuser Anfang kommenden Jahres vorstellen.

Die Anzeichen mehren sich also, dass Nanotechnologie – die lange Zeit nur mit futuristischen Visionen verbunden wurde – Einzug in die Märkte der Gegenwart hält. Es sei jedoch sehr schwierig für Unternehmen, sich in diesem Segment zu behaupten, sagte Lux-Research-Analyst Matthew Nordan. Erste Kunden würden große industrielle Mischkonzerne und militärische Behörden sein – ein traditionell konservatives Klientel.

Die bisherigen Einsatzgebiete von ersten Nanosegnungen sind freilich wesentlich profaner als High-Tech-Waffen oder – Energiesysteme. So sind einige Fahrrad- und Autoteile bereits mit speziellen Nanopartikeln beschichtet. Kurz vor der Markteinführung stehen zudem Socken mit integriertem Nano-Silber – sie sollen anti-bakteriell wirken und so Fußgeruch verhindern.