Für Peoplesoft wird die Luft dünn

Management

Zwei Wochen früher als erwartet werden die Kartellwächter der EU an diesem Dienstag voraussichtlich den endgültigen Showdown der Übernahmeschlacht zwischen Oracle und Peoplesoft einläuten.

Zwei Wochen früher als erwartet werden die Kartellwächter der EU an diesem Dienstag voraussichtlich den endgültigen Showdown der Übernahmeschlacht zwischen Oracle und Peoplesoft einläuten. “Ich werde [am Dienstag] einen Vorschlag machen und ich werde jetzt nicht sagen worüber”, sagte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti gegenüber Reportern. Beobachter sind sicher, dass es um den Fall Oracle gegen Peoplesoft gehen wird.
Dabei kann Oracle, hinter SAP und Peoplesoft die Nummer drei auf dem Markt für Unternehmenssoftware, davon ausgehen, dass die Europäische Kommission keine Einwände mehr hat gegen die geplante Übernahme des Konkurrenten. Das sickerte am Wochenende aus gut informierten Kreisen in Brüssel durch. Mario Monti hatte das Prüfverfahren zwei mal gestoppt und weitere Informationen angefordert, jetzt scheinen alle Unklarheiten beseitigt.

Oracle hat unterdessen sein 7,7 Milliarden Dollar schweres Übernahmeangebot bis zum 5. November 2004 verlängert. Damit bleibt das Angebot vorerst bei 21 Dollar pro Aktie. Oracle-Manager deuteten jedoch bereits an, dass der Preis auch gesenkt werden könne.