Cisco wieder wegen Patentverletzung angeklagt

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Ein kleines kalifornisches Unternehmen hat Cisco wegen Patentrechtsverletzung angeklagt und fordert Schadenersatz in unbekannter Höhe.

Ein kleines kalifornisches Unternehmen hat Cisco wegen Patentrechtsverletzung angeklagt. ConnecTel LLC fordert vom weltgrößten Netzwerkspezialisten Schadenersatz in unbekannter Höhe und reichte eine entsprechende Klage bei einem Bundesgericht in Texas ein. Cisco setze in einigen seiner neuesten Produkte Technologien des kleineren Unternehmens ein, begründet ConnecTel die rechtlichen Schritte.
Cisco verletzte vier Patente, die sich auf “intelligente Router-Systeme” beziehen, sagte ConnecTel-Anwalt Daniel Perez. Dadurch entstehe der Firma ein Schaden in “Millionen- wenn nicht Milliardenhöhe”. Cisco setze die Technologien in insgesamt sieben nicht näher benannten Produkten ein.

Wie es in der Anklageschrift heißt, begann ConnecTel-Chef Allen Kaplan in den frühen 90er-Jahren mit der Forschung an Router-Systemen, um das Versenden von Massen-Faxen zu vereinfachen. Nach Angaben von Perez besteht das einzige Geschäft von ConnecTel inzwischen darin, die Ansprüche an den eigenen Patenten durchzusetzen. Einige Unternehmen zahlten Lizenzgebühren, genaue Daten nannte der Anwalt jedoch nicht.

Eine Cisco-Sprecherin wollte den Fall nicht kommentieren – dem Unternehmen liege noch keine Kopie der Klageschrift vor. Cisco hat bereits mit einem ähnlichen Fall zu tun. Seit Juni läuft bei einem Gericht in Kanada ein Verfahren gegen den Konzern – ein Miniunternehmen will beweisen, dass Cisco die Technik für seine gesamte WiFi-Produktfamilie von der kanadischen Firma geklaut hat.