Spammer muss neun Jahre hinter Gitter

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Ein Gericht in den USA befand einen Spammer für schuldig und hat den 30-Jährigen zu neun Jahren Haft verurteilt.

Ein Gericht in den USA hat einen Spammer zu neun Jahren Haft verurteilt. Der Richter befand den 30-Jährigen für schuldig, unerwünschte Werbemails mit betrügerischem Inhalt versandt zu haben und dabei den Absender zu verschleiern. Mit wertlosen Produkten soll der Mann so insgesamt 24 Millionen Dollar verdient haben. Es war der erste Strafprozess wegen Spam-Mails in den USA.
Die 28-jährige Schwester des Hauptangeklagten wurde zu einer Geldstrafe von 7500 Dollar verurteilt. Ihr konnte das Versenden von Spam-Mails in drei Fällen nachgewiesen werden. Ein weiterer Angeklagter wurde freigesprochen. Alle drei wurden nach dem Anti-Spam-Gesetz des US-Bundesstaates Virginia verklagt – es gilt als das härteste in den USA.

Das Spammer-Trio soll sich in nur einem Monat 10.000 Bestellungen via Kreditkarte in Höhe von jeweils knapp 40 Euro ergaunert haben. Für das Geld wurden Heimarbeitsmodelle mit einem Stundenlohn bis zu 75 Dollar, Medikamente oder auch Software versprochen. “Das war ein schlichter Fall von Betrug”, sagte der zuständige Staatsanwalt Gene Fishel. “Das ist Quacksalberei in einem neuen Format.”