Electronica: Ausstellerflut aus China

Management

Fast jeder sechste der rund 3000 Aussteller auf der diesjährigen Electronica in München wird aus China, Hong-Kong oder Taiwan kommen

Fast jeder sechste der rund 3000 Aussteller auf der diesjährigen Electronica in München wird aus China, Hong-Kong oder Taiwan kommen. Die Zahl ist ein eindrucksvoller Beweis für das Wachstum der Elektronikbranche in Fernost. Im Halbleitermarkt war China im Jahr 2003 für 25 Prozent der weltweiten Nachfrage verantwortlich, 2008 werden es bereits 50 Prozent sein.
Auch die Nachfrage nach Fertigungs-Know-how und -Equipment ist beeindruckend. Der Markt ist in den ersten fünf Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 44,5 Prozent auf rund 106 Milliarden Dollar gewachsen, mit einem prognostizierten Gesamtwachstum für 2004 von 26 Prozent.

Grund genug für die Veranstalter, das Thema China mit einer eigenen Veranstaltung innerhalb der Messe auszustatten. Am 10. November findet unter dem Titel ‘Challenge China’ ein eintägiger Kongress statt, der handelswilligen deutschen Unternehmen über die Bedeutung und die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Marktes China informieren und gleichzeitig Unterstützung leisten will.

Der vom bayerischen Wirtschaftsministerium unterstützte Kongress will über Formen eines Technologie- und Know-how-Transfers informieren, aber auch Unternehmen und Dienstleister unterstützen, die eine Kooperation oder ein Investitionsvorhaben in China in Betracht ziehen. So sollen auf dem Kongress gezielte und direkte Kontaktmöglichkeiten der Unternehmen untereinander oder mit Experten herbeigeführt oder in die Wege geleitet werden. Zu diesem Zweck ist China mit einer 45-köpfigen Delegation auf dem Kongress vertreten.