EU lässt bei Microsoft nicht locker

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Trotz der Einigung mit Novell und der CCIA hat Microsoft noch einiges von der Wettbewerbskommission der Europäischen Union zu erwarten.

Trotz der Einigung mit Novell und der CCIA (Computer & Communications Industry Association) hat Microsoft noch einiges von der Wettbewerbskommission der Europäischen Union (EU) zu erwarten. Eine Sprecherin erklärte, man wolle weitere Monopol-Vorwürfe gegen den Softwaregiganten prüfen.
Amelia Torres, Sprecherin des Wettbewerbskommissars Mario Monti, sagte, die Beilegung des Streits in den beiden Fällen ändere nichts an der weiteren Vorgehensweise der EU. Die eingelegten Rechtmittel in anderen Fällen, darunter der Zwist mit Real Networks, müssten weiter verfolgt werden, um den Wettbewerb im Markt aufrecht zu erhalten, zitieren US-Medien Torres.

Das Redmonder Unternehmen muss sich derzeit vor der Ersten Instanz des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg verantworten. Dort geht es um eine Rekordsumme von fast 500 Millionen Euro, die Microsoft zahlen muss, falls das Gericht die vorgeworfene Ausnutzung der Monopolstellung im Bereich Betriebssysteme tatsächlich für gegeben hält. Außerdem muss der Gates-Konzern eine Windows-Version ohne den sonst integrierten Media Player ausliefern. Dieses Recht hat sich der Rivale Real Networks bereits erstritten. Das Gericht hatte es abgelehnt mit dieser Entscheidung zu warten bis abschließend über die hohe Strafe entschieden ist. Experten vermuten, dass die EU nicht locker lassen wird, bis alle möglichen Wettbewerbsverzerrungen aus dem Hause Microsoft geklärt sind. Das könne sich noch Jahre hinziehen, glauben sie.