Ballmer-Kritiker: Open Source ist kein juristisches Risiko

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Dan Ravicher – Autor einer Studie, nach der Linux potentiell gegen 283 ungeprüfte Patente verstößt – hat Microsoft-CEO Steve Ballmer kritisiert.

Dan Ravicher – Autor einer Studie, nach der Linux potentiell gegen 283 ungeprüfte Patente verstößt – hat Microsoft-CEO Steve Ballmer kritisiert. Demnach habe Ballmer die Ergebnisse der Studie nicht verstanden, so Ravicher. Der Konzernchef hatte letzten Donnerstag in Singapur erklärt, die Studie von ‘Open Source Risk Management’ (OSRM) zeige, dass Linux gegen mehr als 228 Patente verstoße.
Diese Aussage sei falsch, sagte Ravicher gegenüber der US-Presse. Die Studie habe ergeben, dass Linux 283 ungeprüfte Patente potentiell verletze. Dagegen Ravicher: “Linux verletzt nicht ein einziges Patent, das bereits von einem Gericht geprüft wurde.”

Es gebe keinen Grund für die Annahme, dass der Einsatz von Open-Source-Software ein größeres juristisches Risiko sei, als die Nutzung von proprietären Programmen. Der Begriff ‘Open Source’ beschreibe lediglich die Art und Weise, wie die Software vertrieben werde. Bei Patentstreitigkeiten gehe es aber um die Funktionen der Software, nicht um den Vertriebsweg.

“Bislang ist nicht ein einziges Open-Source-Programm wegen einer Patent-Verletzung verklagt und verurteilt worden”, so Ravicher. Dagegen seien die Hersteller proprietärer Software verklagt und “regelmäßig”  – so Ravicher – für schuldig befunden worden.