Software: Die Zeit der Schnäppchen bricht an

Management

Die Analysten der Meta Group rechnen ab dem neuen Jahr mit einem Verfall der Software-Preise.

Die Analysten der Meta Group rechnen ab dem neuen Jahr mit einem Verfall der Software-Preise. Grund sei eine anhaltende Konsolidierungswelle in der Branche, die mit der Fusion von Oracle und Peoplesoft gerade wieder einen Höhepunkt erreicht habe. Die Kosten für Software-Pakete würden deshalb in dem kommenden drei bis fünf Jahren kontinuierlich sinken.
Die Experten rechnen damit, dass sich der traditionelle Softwaremarkt durch Fusionen und Übernahmen bis zum Jahr 2008 um über ein Drittel verdichten wird, bis zum Jahr 2010 seien es zusätzlich noch einmal 15 Prozent. Dieser Trend werde auch verstärkt durch den verschärften Wettbewerb zwischen neuen Applikations-Anbietern, die auf Services von IBM, Microsoft, Oracle, SAP und anderen großen Anbietern aufsetzen.

Hinzu käme die zunehmende Verfügbarkeit von Open-Source-Technologien, das Wachstum von Dritt-Anbietern und der anhaltende Trend zur Auslagerung. “In den vergangenen Jahren sind die Software-Preise regelrecht eskaliert und deswegen sind die Anwender verärgert darüber, wieviel sie für Software zahlen müssen”, sagte Meta Group Research Director Dale Kutnick. “Die Anbieter werden ihre Preise reduzieren, weil sie unter massiven Wettbewerbsdruck stehen.”

Wie es in dem Bericht der Meta Group weiter heißt, sollten Anwender versuchen, ihre grundlegende ERP-Software (Enterprise Ressource Planning) soweit wie möglich zu isolieren und weiter zu betreiben, und gleichzeitig in Middleware zu investieren. Damit könnten sie Brücken zu neuen Unternehmensanwendungen schlagen, die leichter formbar seien.