Wien veröffentlicht Studie zu Linux-Migration

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In einer 70 Seiten starken Studie dokumentiert die Stadt Wien die Bewertung der Migration auf das quelloffene Betriebssystem Linux.

In einer 70 Seiten starken Studie dokumentiert die Stadt Wien die Bewertung der Migration auf das quelloffene Betriebssystem Linux. Wie die Münchner Stadtverwaltung auch, will die Verwaltung der Donaumetropole ihre PC-Arbeitsplätzen auf Linux umstellen. Doch die Wiener wollen die Angestellten und Abteilungen vor die Wahl stellen, ob sie Windows oder Linux einsetzen wollen. Die Studie soll anhand von Anwendungsszenarien den Einsatz von Open-Source-Software, “sowohl wirtschaftlich als auch strategisch” bewerten.
“Der Einsatz von Open Source im Magistrat ist für uns allerdings keine ideologische, sondern eine pragmatische Entscheidung, die auf einer sachlichen Analyse beruht”, erklärt Stadtrat Rudolf Schicker die Philosophie der Wiener Strategie. Mit dem ‘sanften Umstieg’ will die Verwaltung den einzelnen Abteilungen zudem die größtmögliche Flexibilität geben.

So habe die Stadt beim Einsatz von Linux auf Servern bereits über mehrere Jahre hinweg gute Erfahrungen gemacht, und die Vorteile dieser Software will der Magistrat jetzt auch auf die 16.000 PC-Arbeitsplätze der Stadt übertragen. Vor allem wegen der Microsoft-Produktzyklen bestehe aber bis 2007 voraussichtlich kein Bedarf, die bestehende Infrastruktur umzubauen, so die Autoren der Studie. Das Papier enthält auch eine Aufstellung von Produkten, die derzeit in Wien im Einsatz sind sowie deren Alternativen. Das Wiener Testlabor, das mit Suse Linux und Fedora Core1 gearbeitet hat, konnte indes nicht für jedes Programm eine gangbare Alternative finden.