EMC lockt Veritas-Kunden mit besonderem Angebot

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Wie groß ist die Sorge, dass ein Merger nicht funktioniert? Es kommt darauf an, ist die diplomatische Antwort.

Wie groß ist die Sorge, dass ein Merger nicht funktioniert? Es kommt darauf an, ist die diplomatische Antwort. Die Veritas-Symantec-Fusion bereitet kaum einem wirklich schlaflose Nächte. Das aber will EMC den Anwendern einreden und verspricht für den Wechsel von Veritas- auf EMC-Software eine “sichere Umstellung”.
Hinter ‘Safe Switch’ steckt die Idee, dem Konkurrenzkunden schnell und preisgünstig die Umstellung auf EMC-Produkte anzubieten. Mit Services und verlockenden Konditionen will man dem Kunden den Wechsel erleichtern und schmackhaft machen. Unter anderem soll die Backup-Software ‘NetWorker’ (stammt aus der Akquisition von Legato) direkt gegen ‘NetBackup’ von Veritas gestellt werden. Letztere hat sich allerdings erst kürzlich in beeindruckender neuer Version präsentiert, sodass es nicht leicht sein wird, ihr Paroli zu bieten. Dennoch soll das Angebot auch auf Datenbankebene gelten für Kunden, die auf Oracle 10G migrieren. Bei einem Upgrade könne man auch gleich die Backup-Software wechseln.

Die heute beginnende Kampagne klingt marktschreierisch: kommt zu mir, ich hab was Besseres und bei mir ist es sicherer. Sie zielt ausschließlich darauf, dem Software-Konkurrenten Veritas und auch Filenet Kunden abzujagen. Daraus macht EMC-Chef Joe Tucci keinen Hehl, wie sich in einem Interview gegenüber der US-Presse zeigte. Dort plauderte er über “Attacken auf Ökosystem” der Rivalen, was soviel heißt wie, nicht nur die Kunden sind im Visier, sondern auch Reseller. Sein Hauptargument lautet, dass es Probleme geben könnte durch die Fusion des Storage-Software- und Security-Software-Herstellers. Die Sticheleien zwischen Veritas und EMC sind nicht neu. Seit sich EMC im Software-Umfeld bewegt, hat der Hersteller Veritas als Staatsfeind Nummer 1 ausgemacht und feuert Salven gegen den Rivalen.