Jede dritte CD weltweit ist eine Raubkopie

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In einer Rekordzahl von 31 Ländern seien mehr Raubkopien im vergangenen Jahr verkauft worden als legale Tonträger.

Jede dritte Musik-CD, die im vergangenen Jahr verkauft wurde, war eine Raubkopie. In einer Rekordzahl von 31 Ländern seien mehr Raubkopien als legale Tonträger verkauft worden, teilte der Internationale Verband der Phonoindustrie (IFPI) in seinem Jahresbericht mit. Das Wachstum des illegalen Geschäfts sei zwar mittlerweile so schwach wie seit fünf Jahren nicht mehr, dennoch habe sich die Zahl der Raubkopien seit dem Jahr 2000 verdoppelt.

Der in London ansässige Verband hatte den Bericht bewusst in der spanischen Hauptstadt Madrid veröffentlicht, da Spanien die europäische Hochburg der Musikpiraterie sei. Der Straßenverkauf von CDs und DVDs sei dort eine Alltäglichkeit. “Spanien war einmal ein blühender legaler Musikmarkt, bekannt für die Qualität seiner Künstler und den Erfolg seiner Musikindustrie”, so der IFPI-Vorsitzende John Kennedy. “Heute steht Spanien für das schlimmste Piraterie-Problem in Europa.”

Neben Spanien stehen nach Angaben des Verbands zudem Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Pakistan, Paraguay, Russland und die Ukraine an vorderster Stelle beim Verkauf von Raubkopien. In Paraguay seien zum Beispiel 99 Prozent aller Verkäufe Raubkopien. In einigen Ländern habe es aber auch schon ein schärferes Vorgehen gegen die Raubkopierer gegeben, so der Verband. Einer Rekordzahl von ihnen – mit einer Kapazität von 380 Millionen CDs – seien im vergangenen Jahr das Handwerk gelegt worden. “Die Musikindustrie bekämpft die Piraterie, weil sie andernfalls einfach aufhören würde zu existieren”, so Kennedy.