Suchen mit Microsoft: Gehet und verbreitet meinen Namen

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Was hatte man sich gewundert als im November vergangenen Jahres Microsofts Suchmaschine ‘MSN Search’ ohne viel Tamtam in ihrer Beta-Version gelauncht wurde.

Was hatte man sich gewundert als im November vergangenen Jahres Microsofts Suchmaschine ‘MSN Search’ ohne viel Tamtam in ihrer Beta-Version gelauncht wurde. Wo bleibt die für Redmond typische Medienpräsenz, wurde gefragt. Jetzt ist sie da. Sie wird vier Monate lang und Millionen von Dollar schwer sein.
Die Kampagne soll verschiedene Facetten haben. Von Online-Werbung auf Weather.com oder Reuters.com über klassisches Marketing wie Anzeigen bis hin zu Werbespots während des Super Bowl und den Basketball-Playoffs der Universitäten. Solche Sportereignisse haben in den USA hohe Zuschauerzahlen. Da lässt sich rein marketingtechnisch mit viel Präsenz schon etwas gegen den großen Konkurrenten Google ausrichten.

Man wolle vor allem die Menschen zwischen 25 und 45 ansprechen, so Yusuf Mehdi gegenüber dem Wall Street Journal. Und weil Microsoft weiß, dass weder die erstmals eingesetzte, eigene entwickelte Technik noch die Bekanntheit mit Google oder auch Yahoo – Partner von Microsoft in Sachen Suchmaschinen – mithalten kann, hoffen die Redmonder durch massive Werbung Boden gut zu machen. Zusätzlich will sich der Software-Konzern mit weitern Dienstleistungen von den anderen differenzieren. So sollen Benutzer direkte Antworten statt lediglich Web-Links auf bestimmte Fragen erhalten können. Dafür wird die Suchmaschine vom Online-Lexikon Encarta gespeist, das ebenfalls zu Microsoft gehört.

Wie hoch der Etat für die Kampagne genau ist wollte Mehdi nicht sagen. 2004 flossen aber schon rund 100 Millionen Dollar in die Entwicklung und Promotion für das Geschäft mit der Internetsuche.