IBMs neuer Mainframe-Saurier “revolutioniert das Computing”

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Virtualisierung, offene Standards und Entwicklungen mit anderen Herstellern sind Big Blues neue Lieblingsthemen.

IBM hat mit dem neuen Mainframe ‘System z9’ und der verbesserten Virtualisierungssoftware ‘Virtualisation Engine 2’ nicht nur neue Produkte vorgestellt, sondern nach eigenem Ermessen gleich eine “Neudefinition des Computingmodells” mit eingeläutet. IBM wolle eine systemübergreifende Lösung bringen und den Anwendern dabei helfen, “mit dem On-Demand-Konzept auf den Markt zu kommen”, sagte Martina Köderitz, Direktor zSeries-Vertrieb, im Gespräch mit silicon.de. Daher hat Big Blue jetzt auch ‘Blade.org’ ins Leben gerufen. Mit von der Partie sind die Hersteller Intel, Network Appliance, Nortel, Novell, VMware, Brocade, Cisco und Citrix. Ziel sind neue Technologien für Blade-Server.

Vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei es für Unternehmen wichtig, “vorhandene Ressourcen optimal auszunutzen”, begründet Köderitz IBMs Engagement für das Thema Virtualisierung. Daneben sollen offene Standards und Kompatibilität mit Produkten anderer Hersteller für den Anwender zusätzliche Vorteile bringen. Auf diesen drei Säulen fußt die ‘Systems Angenda’, IBMs neues IT-Konzept, “das für die nächsten drei bis fünf Jahre die Marschrichtung angeben soll”, so Köderitz. 

Der z9 ist der nächste Schritt in diese Richtung, ergänzt Roland Trauner, Produktmanager zSeries. In die Entwicklung des Multichip-Module-basierten (MCM) T-Rex-Nachfolgers (z990) hat Big Blue rund 1,2 Milliarden Dollar – auch in deutschen Standorten – investiert und damit die Leistung des Highend-Hobels beinahe verdoppelt. Bis zu 54 Hochleistungs-CPUs stehen jetzt als Rechenknechte zur Verfügung. Die neuen MCMs packen auf 102 Glaskeramikschichten mit der Silicon-on-Insulator-Technik und im 90 Nanometer-Herstellungsverfahren 16 Chips in einem etwa 10 mal 10 Zentimeter großen Baustein zusammen.

Über neue Virtualisierungstechnologien lassen sich auf einem einzigen z9 Hunderte von virtuellen Servern in bis zu 60 logischen Hardware-Partitionen aufsetzen. Zusammen mit dem ‘Director’ kann der Workload auch auf andere Systeme aufgeteilt werden. Die Virtualisation Engine 2 hilft aber auch bei der Aufrüstung von Hochverfügbarkeitssystemen.

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