Riechen so schnell wie Schumi fährt

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Was haben Formel Eins und eine Nase gemeinsam?  Beide können anhand einer Software auf ihre Strömungseigenschaften untersucht und verbessert werden.

Was haben Formel Eins und eine Nase gemeinsam? Nein, die Rede ist nicht von ‘Supernasen’ wie Mike Krüger oder Thomas Gottschalk. Gemeint sind die Riechorgane, die nicht genug Luft durchlassen. Beide können anhand einer Software auf ihre Strömungseigenschaften untersucht und verbessert werden.
Verantwortlich dafür ist ein Verfahren, das auf einer Software namens ‘Computational Fluid Dynamics’ (CFD) basiert. Sie simuliert Strömungen und soll zusammen mit der Computertomografie jetzt in der Medizin eingesetzt werden. Forscher erhoffen sich davon, Atemprobleme bei Patienten besser zu analysieren und behandeln zu können.

Eben jene Software hat auch schon Rennwagen in der Formel Eins getunt. Peter Sauber, der Chef des Sauber-Petronas-Rennstalls sagte gegenüber dem Handelsblatt: “Man gewinnt eine Formel Eins Weltmeisterschaft nicht mit dem stärksten Motor, sondern durch ein optimale Strömungsverteilung.” Deshalb steckten Ferrari, Mercedes und Co. auch viel Geld in Windkanäle.

Die Unterstützung mit CFD könnte funktionieren, weil Forscher herausgefunden haben, das Atemprobleme mit dem Aufbau der Atemwege zu tun haben, die bei jedem Menschen verschieden sind. Mit Computer simulierte Nachbauten des Hals- und Rachenraums sowie der Unterstützung der CFD-Software lassen sich Strömungsverhältnisse beim Ein- und Ausatmen analysieren. In Zukunft will man auf eine zusätzliche Software wie CFD verzichten und direkt mit den Daten aus dem CT-Gerät arbeiten.