Sicherheitslösungen werden zunehmend gehackt

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Da die Zahl der ausnutzbaren Sicherheitslücken in Windows immer geringer wird, konzentrieren sich die Hacker nach Analysten-Angaben zunehmend auf die Produkte der Sicherheitsspezialisten.

Da die Zahl der ausnutzbaren Sicherheitslücken in Windows immer geringer wird, konzentrieren sich die Hacker nach Analysten-Angaben zunehmend auf die Produkte der Sicherheitsspezialisten. Bisher seien die Hersteller der verschiedenen Antiviren-Produkte nicht gezwungen gewesen, sich mit möglichen Schwachstellen in ihrem Code auseinander zu setzen, so die Argumentation von Analysten der Yankee Group. In der Folge seien Antivirus-Lösungen für Hacker so etwas wie tief hängende Früchte.

Zwar sei Windows immer noch das bevorzugte Opfer de Hacker – inzwischen würden aber schneller neue Löcher in Security-Produkten entdeckt als in Microsofts Produkten, schreiben die Marktforscher in ihrem Bericht. In den 15 Monaten bis zum 31. März dieses Jahres hätten die Sicherheitshersteller insgesamt 77 Sicherheitslecks gemeldet. Symantec, F-Secure und CheckPoint sind laut Yankee Group unter den Anbietern, die zunehmend mit Sicherheitsproblemen in ihren Produkten zu kämpfen haben.

Wenn dieser Trend anhält, wird die Zahl der Lücken in Sicherheitssoftware in diesem Jahr um 50 Prozent höher sein als im vergangenen Jahr. Dagegen schwäche sich die Zahl Microsoft-Löcher weiter ab – Grund dafür sei in erster Linie das Service Pack 2, so die Yankee Group. Als Konsequenz empfehlen die Analysten den Software-Herstellern ihre Sicherheits-Prozesse zu überprüfen – Anwender müssten sich gleichzeitig mit dem Gedanken vertraut machen, dass auch Sicherheitsprodukte gepatcht werden müssen.