Peru will “Recht auf Linux” per Gesetz durchsetzen

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Mit einem speziellen Ansatz will IBM seine Open-Source-Philosophie in möglichst viele Teile der Welt verbreiten.

Mit einem speziellen Ansatz will IBM seine Open-Source-Philosophie in möglichst viele Teile der Welt verbreiten. Zwar haben auch Unternehmen wie Microsoft, Intel oder Hewlett-Packard (HP) die Wachstumsmärkte in Ländern wie Brasilien, Russland, China und Indien schon seit einiger Zeit im Visier – IBM will dort jedoch in erster Linie weder Software noch Services verkaufen. Stattdessen geht Big Blue auf Talentjagd.
“Es gibt durchaus eine Chance, dass in Russland oder China jemand das nächste große Ding landet”, sagte Andrew Clark, Director für strategisches Marketing bei IBM. “Es ist buchstäblich ein Kampf um das Beste und Edelste. Wenn wir uns da nicht einmischen, wird es jemand anders tun.” Im vergangenen Jahr hatte sich IBM mit seinem Engagement vor allem auf die oben genannten Länder konzentriert, in diesem Jahr soll das Programm auf mehrere osteuropäische Nationen und andere Länder ausgeweitet werden. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

Vor allem in Südamerika scheint derzeit der Trend zu Open Source stärker zu sein, als auf jedem anderen Kontinent. Neben Brasilein steigen auch in Argentinien, Venezuela, Chile und Peru immer mehr Schulen, Regierungsstellen und Unternehmen auf den Pinguin um. Getrieben wird der Trend meist von den Regierungen, den interessantesten Ansatz liefert dabei Peru. Das Land hat kürzlich eine Gesetzesvorlage für den staatlichen Einsatz von Open Source eingebracht. Dabei wird die Linux-Migration als “Recht” der Bürger gesehen.