‘Napster To Go’ offen wie ein Scheunentor

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Kaum wurde der Musik-Download-Dienst ‘Napster To Go’ Anfang Februar vorgestellt, haben die Anwender Wege gefunden, um sein DRM-System zu knacken.

Kaum wurde der Musik-Download-Dienst ‘Napster To Go’ Anfang Februar vorgestellt, haben die Anwender Wege gefunden, um sein DRM-System (Digital Rights Management) zu knacken. Die Abonnenten des Dienstes können für 15 Dollar beliebig viele Songs herunterladen oder ein Lied für 99 Cent kaufen.
Wie US-Blogs berichten, kann das DRM-System umgangen werden, indem man den Mediaplayer Winamp installiert. Diesem wird das Plug-in ‘Output Stacker’ zugefügt. Damit könne man die kopiergeschützten .wma-Dateien in .wav-Dateien umwandeln und auf CD brennen, hieß es.

Besonders brisant ist, dass man ‘Napster To Go’ 14 Tage kostenlos testen kann. Theoretisch können sich Nutzer so kostenlos in den Besitz Hunderter Songs bringen.
Ein Napster-Sprecherin bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Schwachstelle dem Unternehmen bekannt ist. Es sei unmöglich, Musik völlig gegen ein unberechtigtes Kopieren zu schützen, hieß es.

So sei es unter technisch versierten Anwendern weit verbreitet, Songs über die Soundkarte mitzuschneiden. “Diese Art von Attacken gibt es seit langem und findet jetzt nur deshalb so großes Interesse, weil wir ein bekannte Firma sind”, so die Sprecherin.