Erste Details zu Intels neuen Mobil-Chip

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Kernstück von ‘Napa’, dem nächsten Mobil-Chipset von Intel, wird ‘Yonah’ sein.

Kernstück von ‘Napa’, dem nächsten Mobil-Chipset von Intel, wird ‘Yonah’ sein. Es wird der erste Dual-Core-Prozessor von Intel sein, der mit 65Nm-Technologie gefertigt wird. Neben verbesserter Leistung durch die zwei unabhängigen Kerne soll der Prozessor für den mobilen Einsatz vor allem die Batterie von Laptops und kleinen Rechnern schonen. Im ersten Quartal 2006 soll die CPU – mit herkömmlicher 32-Bit-Architektur – auf den Markt kommen.

“Es wurde viel darüber spekuliert, ob es eine 64-Bit-Version von Yonah geben wird”, sagte Mooly Eden, Vice President und General Manager der Mobile Platform Group bei Intel. Der Hersteller habe sehr genau verschiedene Bereiche analysiert und beschlossen, keine 64-Bit Version zu veröffentlichen. “Sobald es aber Bedarf gibt, werden wir eine 64-Bit-Version haben”, so Eden weiter. Damit stellt Intel indirekt klar, dass 64-Bit mittelfristig auf Laptops keine Rolle spielen werde.

Neu an Yonah ist ‘Smart Cache’. Dabei greifen beide Kerne gemeinsam auf den 2 MB großen Speicher zu und teilen ihn sich anders als beim Pentium D, wo jeder Kern seinen eigenen Cache hat. Je nach Bedarf wird dann Speicherplatz “völlig dynamisch” zugewiesen, wie Eden erklärte. Der Vorteil: Daten müssen nicht mehr so häufig in den Hauptspeicher ausgelagert werden.

Ein Prefetch lädt Daten in freien L2-Cache und verkürzt Latenzzeiten beim Zugriff auf die CPU-Peripherie. Informationen, die für beide Kerne relevant sind, können auch gemeinsam genutzt werden. Den mit 667 MHz getakteten Frontside Bus teilen sich die Kerne ebenfalls.

Mit ‘Dynamic Power Coordination’ will der Hersteller die Lebensdauer der Batterien von mobilen Geräten verlängern. Dieses Feature regelt sowohl die Spannung als auch die Taktrate der beiden Kerne. Angepasst wird die Frequenz immer auf die höchste in einem Kern benötigte. Die Spannung kann hingegen für jeden Kern individuell geregelt werden. Auch bei Pausen von wenigen Millisekunden wird die Stromzufuhr reduziert.