Sun kauft sich eine Speicher-Sparte – mit Storagetek

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“Wir sind der Konsolidator der IT-Branche”, sagt der Sun-Chef. Und für den Boss bei Storagetek gilt: “Finanziell ist die Zukunft gesichert.”

Sun hat heute angekündigt, in einem 4,1-Milliarden-Deal Storagetek zu übernehmen. Für Sun ist es die Fortführung einer bereits in Gang gesetzten Strategie, die IT in Unternehmen zu konsolidieren. “Von der Kombination von Network-Computing und Daten-Management kann der Kunde nur profitieren”, heißt es in der Mitteilung der Unternehmen.

“Sun ist ein ‘Konsolidator’ für die IT”, sagte Sun-Chef Scott McNealy. “Anwender suchen nach Lösungen, wie sie ihre Rechenzentren effektiver aufbauen können. Sie sollen sich wichtigeren Dingen widmen können wie Compliance, Integration oder auch Sicherheit.”

Die Produkte ergänzten einander, heißt es von beiden Seiten, und könnten nun eine der kompetentesten Storage- und Networking-Plattformen überhaupt werden. In der Tat hatte Sun bis dato nicht viel eigenes im Bereich Storage zu bieten. Ihre StorEgde-Serie stammt von Hitachi Data Systems, die ihre Thunder und Lightning als OEM zur Verfügung stellen. Auch softwareseitig war das Angebot eher übersichtlich.

Sun und Storagetek kennen sich seit Jahren aufgrund von Technik-Partnerschaften. Storagetek soll nun sein Portfolio an Data-Protection-Lösungen, Archivierungs-Tools, VirtualTape und vor allem ihre ILM-Strategie (Information Lifecycle Management) mit einbringen. ILM hatte der Hersteller nach eigener Behauptung ja erfunden, wofür er seitens der Konkurrenz sich einiges an Seitenhieben und Spott gefallen lassen musste. Immerhin brachte sich Storagetek in dieser Sparte dadurch ins Gespräch.

Der Storage-Hersteller hat sich vorgenommen, sich in der neuen Rolle als Gekaufter wohl zu fühlen. “Unsere Entscheidung spiegelt das Ziel wider, dem Anwender das Beste liefern zu können”, sagte Patrick J. Martin, Chairman, President und CEO bei Storagetek. Jede Unternehmensgröße wollen die beiden Anbieter künftig gemeinsam ansprechen. Die finanziellen Ressourcen für künftige Entwicklungen seien nun auf Jahre gesichert, so Martin. Man habe zur rechten Zeit gehandelt.