Intel mit neuen Plattformen und mobiler Konkurrenz

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Während Intel noch siegessicher in seinen neuen Chipsets schwelgt, greift Via Technologies nach dem Thron des Centrino

Wieder mal muss das ‘Digital Home’ für Intels neueste Errungenschaften herhalten. So hat der Halbleitergigant neben einem neuen ‘Pentium D’ auch zwei entsprechende Chipsets vorgestellt, das ‘945G’ für den digitalen Hausgebrauch oder den Arbeitsplatzrechner, das ‘955X’ für den anspruchsvolleren Einsatz etwa in Workstations.

Nur einen Monat nach der ‘Pentium Extreme Edition’ kommen nun die ersten Dual-Core-Prozessoren für den Mainstream von Intel mit 3,2 GHz, 3 und 2,8 GHz auf den Markt. Immer mehr fokussiert sich der Hersteller neben Chips auch auf die Chipsets, über die der Prozessor an andere Komponenten des Rechners angebunden wird. Und da man dieses Engagement auch dem potentiellen Kunden näher bringen will, hat der Hersteller einige publikumswirksame Features integriert, die nicht nur für den Unternehmenseinsatz Vorteile bringen sollen.

Verbesserte Sicherheit, Unterstützung für kabellose Netze, hochauflösendes Fernsehen und VoIP (Voice over Internet Protocol) bieten die beiden neuen Plattformen, wie das Unternehmen bei einer Präsentation in San Francisco mitteilte. Selbstverständlich haben auch schon einige Hersteller Produkte mit den neuen CPUs und Sets angekündigt. Das 955X Chipset richtet sich vor allem an Workstations oder leistungsstarke Game-Rechner. Bis zu 8 GByte DDR 2 (Double Data Rate 2) und PCI Express x16 Grafik unterstützt die Plattform.

Mit dem 945G, das auch für den Multimedia-Enthusiasten viele Funktionen bereit hält, kommt auch zum ersten Mal die IAMT-Technologie fürs Hardware-Management (Intel Active Management Technology) in die Regale. Die Technologie liefert nicht nur neue Möglichkeiten für das Administrieren von Hardware, sondern ermöglicht auch bei Stromausfällen oder einem Systemneustart Zugriff auf die einzelnen Rechner. Eine spezielle Software kapselt quasi einen Bereich der CPU ab. So können beispielsweise auch Softwareupdates auf PCs eingespielt werden, die gerade einer Denial-of-Service-Attacke zum Opfer gefallen sind. Mit der entsprechenden Management-Software lassen sich auch Zugriffsrechte einzelner Rechner verwaltet.

Ganz so rosig, wie es klingt, scheinen die Dinge aber nicht zu stehen. Wie aus Industriekreisen verlautet, wollen zwei namhafte Hersteller IAMT in ihren neuen Rechner-Modellen mit den neuen Plattformen zunächst deaktivieren. HP etwa erklärte, sich statt dessen auf Sicherheit zu konzentrieren und keinen Adapter für IAMT bereitstellen. “Wir haben – zumindest bisher – noch kaum Interesse bei unseren Kunden feststellen können”, erklärte Brian Schmitz, Produkt Marketing Manager bei HP, gegenüber der US-Presse. Statt dessen habe sich der Hersteller entschlossen, das Trusted Computing Module zu unterstützten. Sollte sich aber die Stimmung bei den Anwendern bei IAMT aufbessern, werde HP “auf jeden Fall” Support für die Management-Technologie integrieren.

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