Skype-Chef: Telefonieren ist in 10 Jahren kostenlos

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Der VoIP-Boom zwingt die Telefongesellschaften dazu, Anrufe künftig kostenlos anzubieten, denn Telefonieren sei nicht mehr an ein TK-Netz gebunden.

Der VoIP-Boom (Voice over IP) zwingt die Telefongesellschaften dazu, Anrufe künftig kostenlos anzubieten. Das sagte Niklas Zennström, CEO von Skype, auf der Konferenz ‘VON Europe 2005’ in Stockholm. Telefonieren sei nicht mehr an ein TK-Netz gebunden. Das habe die Spielregeln geändert, so Zennström.

VoIP-Anbieter wie Skype könnten kein Geld für Anrufe verlangen. “Wir haben keine Kosten für die Kundenakquise und keine realen Kosten für die Anrufe.” Die Angebote von Unternehmen wie Skype zwängen die Telcos, ihr Geschäftsmodell zu ändern. “Die machen ihren Gewinn in 10 Jahren mit dem Verkauf von Internet-Zugängen.” Skype werde derzeit von täglich 150.000 Anwendern genutzt. Der Bezahldienst ‘SkypeOut’ habe 1,4 Millionen Nutzer.

Skype arbeitet derzeit mit Rettungsdiensten zusammen, um einen Weg zu finden, wie geografische Daten und die Daten von IP-Netzen verknüpft werden können. Grund dafür ist, dass Behörden wie die US-amerikanische ‘Federal Communications Commission’ (FCC) die VoIP-Anbieter dazu verpflichtet haben, entsprechende Funktionen anzubieten – damit Notrufnummern auch per VoIP erreicht werden können. Die FCC hat Ende September als Deadline gesetzt.