Angst vor Phishern – Banken verzögern Überweisungen

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Der explosionsartige Anstieg von Phishing zwingt die Banken dazu, interne Geldtransfers zu verzögern.

Der explosionsartige Anstieg von Phishing zwingt die Banken dazu, interne Geldtransfers zu verzögern. Viele Geldhäuser könnten nur noch auf diesem Weg sicher sein, dass die Konten ihrer Kunden nicht geplündert werden, so die beiden Gartner-Anaylsten Avivah Litan und John Pescatore. Bankinterne Überweisungen würden sich so um bis zu einen Tag verzögern.

Verschiedene große britische Banken, darunter die Barclays Bank, die HBOS, die Royal Bank of Scotland und die NatWest wenden derzeit diese Methode an, um Phishing-Betrug zu bekämpfen, heißt es in einem Online-Alert der beiden Sicherheitsexperten. “Die Tatsache, dass diese vier Banken bereit sind, ihre internen Transaktionen zu verlangsamen, zeigt, dass sie die Bedrohung ernst nehmen”, so Litan und Pescatore.

“Es heißt auch, dass die vorhandenen Sicherheitssysteme nur unzureichend vor der Bedrohung durch Phishing schützen und dass die Banken möglicherweise in die manuelle Überprüfung einiger Überweisungen flüchten.” Schließlich riskierten Banken, die nicht mit strikten Maßnahmen gegen Phishing vorgehen, das Vertrauen der Kunden zu verlieren. Das wiederum könne sich in höheren Kosten für die Banken bemerkbar machen. Diese wären gezwungen, für die Kundenbetreuung und die Abwicklung der Geschäfte zu E-Mail und Telefon zurückzukehren, so das Analysten-Duo.