Time Warner denkt über Trennung von AOL nach

Management

Sollte die geplante Wachstumsstrategie nicht anschlagen, wäre ein Teilverkauf der Sparte denkbar

Der Medienkonzern Time Warner will eine Trennung von seiner Internet-Tochter AOL nicht mehr ausschließen. Sollte die geplante Wachstumsstrategie nicht anschlagen, wäre ein Teilverkauf der Sparte denkbar, erklärte gegenüber dem Magazin Fortune Richard Parsons, Vorstandschef bei Time Warner.

Offensichtlich ist man beim Konzern mit AOL nicht richtig zufrieden. Obwohl die Werbeeinnahmen im letzten Quartal um 45 Prozent gewachsen sind, bereiten Parsons die sinkenden Abonnentenzahlen, vor allem in USA, Sorgen. Gratisangebote sollen nun potenzielle Kunden auf die Webseite locken und diese so für Werbekunden attraktiver machen.

Beflügelt vom Internet-Boom war Time Warner 2000 mit dem Internetprovider fusioniert – mit fast absurd hohen Erwartungen. Drei Jahre später musste AOL-Gründer Steve Case seinen Hut nehmen. Das Misstrauen der Vertreter der traditionellen Medien im Konzern sind offensichtlich geblieben.