Lizenzbedingungen: Microsoft entwirrt Kauderwelsch

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An dem Versuch, die 100 Seiten starken Lizenzierungsbedingungen von Microsoft zu verstehen, sind bislang auch manch kluge Köpfe gescheitert.

An dem Versuch, die 100 Seiten starken Lizenzierungsbedingungen von Microsoft zu verstehen, sind bislang auch manch kluge Köpfe gescheitert. Derzeit wird das Dokument mit dem Namen ‘Product Use Rights’ auf die Hälfte eingedampft, an die Stelle des bisher vorherrschenden juristischen Fachchinesisch rückt eine allgemein verständliche Sprache. Die Lizenzierungsbedingungen an sich werden jedoch nicht verändert, betonte der Konzern.

Das Dokument ist nur für Produkte gültig, die im Rahmen so genannter Volumen-Lizenzen gekauft werden und beschreibt ausführlich, wie Microsoft seine Software lizenziert. Die Product Use Rights sollen Kunden, Partner aber auch beispielsweise Analysten dabei helfen zu verstehen, welche Lizenzen für Microsoft-Produkte benötigt werden.

Da Microsoft jedoch im Laufe der Zeit immer mehr Produkte in sein Volumen-Lizenzprogramm integriert habe, sei das Dokument immer größer und komplexer geworden, so Sunny Charlebois, Produktmanager für Lizenzierung und Preisfindung bei Microsoft. 2002 hatte das Papier nach ihren Worten Informationen zu 20 Produkten beinhalten, 2004 waren es bereits 70. “Für Kunden war es sehr schwierig, die Informationen zu finden, die sie suchten”, so Charlebois.

Die Kürzung und Vereinfachung des Dokuments ist Teil von Microsofts Bemühungen, seine Lizenzpolitik einfacher zu gestalten. Bereits im September vergangenen Jahres hatte Redmond die Product Use Rights auf einer eigenen Webseite veröffentlicht, auf der es auch möglich ist, das Vertragswerk gezielt zu durchsuchen. “Wir versuchen die Lizenzvergabe zu vereinfachen und am Ende machen wir es den Kunden einfacher, mit uns zusammenzuarbeiten”, sagte Charlebois. Die überarbeitete Version wird voraussichtlich im Juli erscheinen.