“Internet-Oscar” für Al Gore und Google

Management

Die diesjährigen ‘Webby Awards’ gehen an den früheren US-Vizepräsidenten Al Gore, die Suchmaschine Google und Mercedes-Benz USA.

Die diesjährigen ‘Webby Awards’ gehen an den früheren US-Vizepräsidenten Al Gore, die Suchmaschine Google und Mercedes-Benz USA. Den Preis erhalten Personen, Firmen oder Projekte, die sich zugunsten oder im Internet besonders positiv hervorgetan haben. Honoriert werden Kreativität, Funktionalität oder auch Bedienfreundlichkeit einer Webseite.

Der einzige deutsche Kandidat ging leer aus. Die Webseite www.carstuckgirls.com aus Aachen war in der Kategorie ‘Sonderbares’ nominiert. Dort stehen Fotos und Videos leicht bekleideter Mädels auf Quats oder in Autos zum Download bereit. Al Gore bekommt einen Webby für sein Lebenswerk. Er habe in den vergangenen drei Jahrzehnten bei der Entwicklung des Internets die zentrale Rolle gespielt, heißt es. Zur ‘Webby-Person des Jahres’ wurde Craig Newmark, der Gründer der Internetbörse www.craigslist.com, gekürt.

Die britische Band Kleptones sind ‘Webby-Künstler des Jahres’, weil sie neue Methoden zur Online-Distribution von Musik vorangetrieben haben. Starkoch Jamie Olivier setzte sich in der Kategorie ‘Celebrity/Fan’ gegen die Seiten von Hollywood-Schauspieler Bruce Willis, die Muppets und Komiker Adam Sandler durch.

Neben populären Seiten wie Mode, Film und Politik wurden auch Gewinner für die Kategorien ‘Blog’, ‘Schönheit’, ‘Immobilien’ und ‘Soziale Kontakte’ ermittelt. Die Webby Awards werden zum 9. Mal von der ‘Academy of Digital Arts and Sciences’ vergeben, einer internationalen Organisation mit Prominenten wie Musiker David Bowie, Oracle-Chef Larry Ellison, ‘Simpsons’-Erfinder Matt Groening und Modedesigner Max Azria. Die Preise selbst werden am 6. Juni bei einem Gala-Abend zum ersten Mal in New York überreicht.

Insgesamt wurden Kandidaten in 60 Kategorien geehrt, doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Die Nominierungen kamen aus weltweit 40 Ländern und allen 50 US-Staaten. Neben den Juroren gaben 200.000 Benutzer aus der ganzen Welt ihre Stimmen ab.