Google macht auf intellektuell

Management

News-Suche soll nach Qualität gestaffelt werden, künftig sollen Suchbegriffe zuerst in intellektuell geprägten, angesehenen Publikationen gesucht werden.

Die Macher der Internetsuchmaschine Google wollen ihre News-Suche neu strukturieren. Künftig sollen Suchbegriffe zuerst in intellektuell geprägten, angesehenen Publikationen gesucht werden – die Technik soll erst danach in den ‘bunten’ Medien nach ihnen stöbern.

Derzeit versucht das Unternehmen sich eine Technik patentieren zu lassen, die die Suche vollkommen umstellen würde. Statt nach Publikationsdatum und Relevanz will Google seinen News-Bereich nach Quellen suchen lassen. Dabei sollen zuvorderst als qualitativ hochwertig eingestufte News-Quellen durchforstet werden. Die Sucherfolge würden dann vor allen anderen Nachrichten aufgelistet. Diese Methode soll Anwendern das Suchen in manchmal Tausenden – und manchmal sehr trivialen – Ergebnissen erleichtern, heißt es.

Google nennt gegenüber der US-Presse als Quellen mit gutem Ruf beispielsweise CNN oder die BBC. In Deutschland könnte man sich das Magazin Der Spiegel oder die Süddeutsche Zeitung (SZ) vorstellen, sollte eine Einteilung überhaupt stattfinden. Darüber, was Qualität hat und was nicht, muss sich der deutsche Google-Nutzer nämlich noch keine Gedanken machen. Hier ist der News-Bereich ohnehin noch in der Beta-Version. Gibt man heute einmal probeweise den Begriff ‘Kapitalismus-Debatte’ ein, erscheinen auf der ersten Ergebnisseite Artikel von der SZ, der Nachrichtenagentur Reuters, dicht gefolgt von der Backnanger Kreiszeitung und der Märkischen Allgemeinen.