Fraunhofer behauptet sich in schwierigen Zeiten

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Das Krisenjahr 2004 gut gemeistert zu haben scheint die Fraunhofer Gesellschaft und das ist vor allem auf die “Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft” zurückzuführen.

Das Krisenjahr 2004 gut gemeistert zu haben scheint die Fraunhofer Gesellschaft. Trotz der rapide sinkenden Projektförderung des Bundes und der Länder konnten die Forscher ein leicht gesteigertes Finanzvolumen von 1,069 Milliarden Euro vorweisen. Das ist vor allem auf die “Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft” zurückzuführen, berichtete Finanzvorstand Alfred Gossner.

Die Auftragsfinanzierung über die Wirtschaft konnte um 10 Prozent auf 317 Millionen Euro erhöht werden, das Volumen für EU-Projekte um 20 Prozent auf 38 Millionen. Auch das Lizenzgeschäft, insbesondere mit dem Komprimierungsstandard MP3, entwickelte sich erfreulich und spülte 62 Millionen in die Kassen der Gesellschaft.

Dennoch musste Fraunhofer personell Federn lassen. Etwa 100 Vollzeitstellen wurden im Lauf des vergangenen Jahres abgebaut, und die Zeiten bleiben hart. Gossner rechnet mit einer weiteren Senkung der Beiträge der öffentlichen Hand. Anfang des Jahres war von 6 Prozent weniger die Rede, durch die Korrektur im erwarteten Wirtschaftswachstum (von 1,6 Prozent auf 0,6 bis 1,0 Prozent) erwartet Gossner für dieses Jahr inzwischen rund 10 Prozent weniger Geld vom Bund als 2004.

Die Forscher haben damit keine andere Wahl als sich noch stärker um Aufträge aus der Wirtschaft zu bemühen – auf Kosten der selbst initiierten Forschung. “Dies bedeutet für uns den Verlust an Möglichkeiten sowohl zur Vorauf- als auch zur Verbundforschung mit der Industrie”, folgerte Gossner.