Schluckt Oracle als nächstes Siebel?

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Oracles Kauflust scheint nach wie vor ungestillt, nachdem sich Oracle-Chef Larry Ellison bereits Peoplesoft und Retek sichern konnte, hat er erneut ein Auge auf Siebel geworfen.

Oracles Kauflust scheint nach wie vor ungebrochen. Nachdem sich Oracle-Chef Larry Ellison bereits Peoplesoft und Retek sichern konnte, hat er erneut ein Auge auf Siebel geworfen. Wie das Wall Street Journal berichtete, haben sich hochrangige Vertreter von Oracle und Siebel in der letzten Woche getroffen, um eine Übernahme von Siebel zu beraten.

Die Gespräche ruhten jetzt allerdings, zitiert das Blatt eine namentlich nicht genannte Person, die mit der Angelegenheit angeblich vertraut ist. Käme es zu einer Übernahme, müsste Oracle für Siebel etwa 4,6 Milliarden Dollar berappen – so groß ist die Marktkapitalisierung des Unternehmens. Das wäre etwa die Hälfte der 10,6 Milliarden Dollar, die Oracle für Peoplesoft hinzublättern hat.

Siebel wurde 1993 von Thomas Siebel gegründet, einem ehemaligen Oracle-Angestellten. Siebel ist heute Chairman. Ellison hatte bereits im Juni 2003 mit Siebel über eine Übernahme gesprochen. Die Gespräche verliefen damals im Sand.

Seitdem hat Siebel Marktanteile an Salesforce und SAP verloren. Anfang April wurde George Shaheen als neuer CEO eingesetzt. Sein Vorgänger Michael Lawrie war nur ein Jahr im Amt. Nachdem die jüngsten Übernahmegespräche publik wurden, stieg der Aktienkurs von Siebel an der Nasdaq am Freitag um 5 Prozent.