Fußball-WM: Ebay und DFB streiten um die Tickets

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Ebay hat es abgelehnt, Auktionen mit Tickets für die Fußball-WM 2006 vom Netz zu nehmen, denn dafür gebe es keine gesetzliche Grundlage, hieß es vom Auktionshaus.

Ebay hat es abgelehnt, Auktionen mit Tickets für die Fußball-WM 2006 vom Netz zu nehmen. Dafür gebe es keine gesetzliche Grundlage, hieß es vom Auktionshaus. Das WM-Organisationskomitee (OK) hatte in einem Brief an Ebay appelliert, den Handel zu unterbinden. OK-Chef Franz Beckenbauer sagte zudem der Rheinischen Post, das OK prüfe rechtliche Schritte gegen das Auktionshaus.

Ebay sei an einer Zusammenarbeit mit dem OK interessiert, meinte jetzt Firmen-Sprecher Nerses Chopurian gegenüber der Netzeitung. Die Plattform habe eine spezielle Informationsseite eingerichtet und schalte zu jeder Auktion einen Hinweis, dass es Schwierigkeiten mit dem DFB geben könne. Bislang habe es 37 Auktionen mit WM-Tickets gegeben. Die Gebote lägen dabei zwischen 200 und 500 Euro. Spiegel Online hatte dagegen gemeldet, zwei Karten für das Achtelfinale in Köln seien für insgesamt 12.500 Euro über den Tisch gegangen.

Derweil häufen sich die Berichte darüber, dass das OK eine offizielle Ticket-Börse einrichten könnte. Bislang sind die Tickets an die Personalausweisnummer des Käufers gekoppelt – eine Weitergabe der Eintrittskarten soll nur mit einer schriftlichen Genehmigung der DFB möglich sein. Wie diese Prozedur funktionieren soll, ist noch unklar.

Die bisherigen Ticket-Verkäufe auf Ebay kann man derweil mit dem Börsen-Begriff ‘Leer-Verkäufe’ bezeichnen. Die Käufer haben kein reales Ticket erworben, sondern lediglich die Option darauf. Denn die Tickets werden erst im Frühjahr 2006 zugestellt.