Nokia integriert Musik-Player in Mobiltelefone

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Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hat erstmals ein Mobiltelefon mit integrierter Festplatte vorgestellt.

Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hat erstmals ein Mobiltelefon mit integrierter Festplatte vorgestellt. Das ‘N91’ verfügt über eine 4-GByte-Festplatte, auf der bis zu 3000 Songs gespeichert werden können. Daneben enthält das Gerät auch die neuesten Multimedia-Technologien, Smartphone-Funktionalitäten und lässt sich als Radio einsetzen.

Mit dem Handy konkurriert Nokia gegen Apples ‘iPod’ und andere Standalone-Music-Player – verglichen mit den 200 Dollar, die für einen iPod fällig sind, ist das N91 mit einem Preis um die 900 Dollar jedoch ein wesentlich teurerer Spaß. Dafür bekomme der Nutzer aber auch deutlich mehr geboten, so Nokias Vice President Jonas Geust. “Was das Nokia N91 über alles andere hinaushebt ist das Prinzip des ‘always connected’ – die User können unterwegs neue Musik downloaden, sie ihren Playlists hinzufügen und mit Freunden austauschen. Das macht aus dem Gerät die beste mobile Jukebox.”

Mit dem UMTS-Handy, das auch mit WLAN und Bluetooth ausgestattet ist, sollen Spielzeiten von über zwölf Stunden möglich sein – beim iPod sind es 18 Stunden. Unterstützt werden zahlreiche Musikformate wie MP3, M4A, AAC und WMA, die Playlists können via MMS, E-Mail oder Bluetooth ausgetauscht werden. Daneben hat Nokia in das N91 auch die ‘Visual-Radio-Technologie’ integriert, mit der Radio künftig auch auf dem Handy empfangen werden kann.

Als erster deutscher Anbieter startet der hessische Sender Hitradio FFH sein VR-Angebot im Sommer. Mit Hilfe der Technologie können die Hörer abstimmen, welcher Musiktitel als nächstes gespielt werden soll, zudem lassen sich Informationen zum gerade gespielten Titel oder auch Staumeldungen abfragen. Die Werbespots werden parallel zum Programm auf dem Handy-Display eingeblendet.

Da Handy-Alleskönner, die solche Multimedia-Kapriolen beherrschen, derzeit noch recht kostspielig sind, sucht Nokia bereits nach Lösungen, um die Preise zu senken. Das finnische Unternehmen experimentiert derzeit deshalb mit Nanotechnologie.

“Vor dem Hintergrund, dass es bis zum Jahr 2010 drei Milliarden Handys auf der Welt geben wird, werden die Preise auf einem völlig anderen Niveau sein müssen”, sagte Nokias Chef-Stratege Tero Ojanpera. “Telefone unter 150 Euro sind ein sehr wichtiges Segment für uns, in dem wir kostengünstige Lösungen entwickeln. Diese könnten aus der Nanotechnologie kommen.”